Office Starter 2010 To-Go! Portabel?
Die meisten von Euch kennen sicher die schöne Out-Of-Box Experience von Microsoft. Neuer Computer, alles läuft wunderbar. Kein Grund sich zu beschweren. Zumindest 30 Tage lang nicht. Dann gibt meistens die gratis Internet Security auf. Und wenn es das nicht ist, dann ist es nach 60 Tagen eben die Microsoft Office Home & Student 60 Tage Testversion. Der User steht mit einem anfälligen Computer da und kann noch nicht mal mehr einen Brief schreiben. Bisher gabs da Microsoft Works um diese Lücke zu füllen. Und sicher hat das vielen bisher gereicht, mal abgesehen von dem entweder extrem genervten oder verwirrten Blick des armen Menschen, dem man dann eine .WPS oder .WKS Datei zukommen lässt. Dann heißt es konvertieren…..
Zumindest damit wird man sich in nicht allzu ferner Zukunft nicht mehr auseinandersetzen müssen. Wikipedia schreibt “Das Ende von Microsoft Works ist besiegelt.” “Zum Glück” sag ich.
Microsoft plant einer Starter Version von Office 2010. Diese wird kostenlos sein und finanziert sich durch ein Werbebanner am rechten Bildschirmrand und diverse Links zu Upgrades von Office 2010.
Soweit so gut. Wie ich gestern bei Cashy lesen durfte plant Microsoft eine To-Go Version dieser Starter Version von Office, die übrigens aus Excel und Word besteht anzubieten, beide Versionen leicht abgespeckt – leider schon zu viel wenn man mich fragt. Dazu gibt es im Startmenü den Office To-Go Geräte Manager. Er wird ausgeführt, lädt dann ein Paket direkt von Microsoft runter und bietet einem dann einen Auswahlfenster an. Hier darf man dann seinen Lieblings-USB-Stick auswählen und schon kann es losgehen. Leider kann man keinen lokalen Ordner auswählen und USB Festplatten funtionieren auch nicht. Sprich: Entweder der Geräte Manager mag deinen Stick oder du hast eben Pech. Auch anschließend ist es nicht möglich die installierten Dateien auf andere Datenträger oder in andere Ordner zu kopieren. Entscheidet man sich nun den USB Stick mit dieser To-Go Variante zu bestücken werden ca 350Mb auf dem Stick benötigt. Anschließen findet man auf einem Stick ein wunderschönes ungefragt installiertes Office Symbol und eine “office.exe” sowie einen versteckten Ordner mit dem Namen “VirtualApplications”. Um dieses Office Starter To-Go möglich zu machen wird Microsofts Anwendungs-Virtualisierung verwendet (früher Softgrid genannt) genutzt. Alle benötigten Dateien, Dienste etc werden in eine Art Archiv gepackt um bei Bedarf an fremden PCs zur Verfügung zu stehen. Und hier geht der Ärger los.
Entschließt man sich nun mit seinem neuen Spielzeug in die weite Welt zu ziehen, sicher sein Office dabei zu haben, so wirft einem Microsoft, man erwartet es kaum anders, einige Steine in den Weg. Zunächst einmal läuft das ganze nur auf Windows Vista (SP1) oder neueren Windows Versionen. Außerdem ist das ganze nicht so portabel wie das viele vermutlich von einer portablen Software erwarten. Steckt man seinen USB Stick in einen kompatiblen Computer wird zunächst einmal eine abgespeckte Version von Microsofts Anwendungs-Virtualsierung installiert. Das Office Paket ist nämlich ohne diese Hilfssoftware gar nicht in der Lage sich selbst auszuführen. Ob diese Installation Administratorberechtigungen benötigt weiß ich zwar nicht mit Sicherheit, aber es würde mich wundern wenn nicht.
Danach wartet man ein oder auch zwei Weilchen und kann dann – wenn man Glück hat – über den Launcher entweder Excel oder Word auswählen. Allerdings nur wenn der nette Mensch, der einem seinen PC für diese Vergewaltigung zur Verfügung stellt nicht zufällig schon den Laufwerksbuchstaben Q: anderweitig in Benutzung hat. Wenn doch heißt es ab in die Computerverwaltung. Laufwerk Q: einen anderen Buchstaben zuweisen und dann heißt es nochmal probieren. Hat man nun dieses aufregende Abenteuer hinter sich gebracht so darf man seinen Stick abstöpseln und hinterlässt den hilfsbereiten Menschen mit einem Haufen Anwendungsvirtualisierungsmüll. Denn im Gegensatz zur verbreiteten Annahme, dass eine portable Software möglichst keine Spuren auf dem Gastcomputer hinterlassen sollte hat Microsoft da offensichtlich eher die Einstellung “Nach mir die Sintflut” und lässt einfach alles liegen wo es ist. Aber zum Glück bietet Microsoft irgendwo auf seiner Internetseite ein Aufräumprogramm für solche Fälle an. Viel Spaß beim Suchen.
Und nun für alle, die eine wirklich komfortable und portable Version einer Officeanwendung suchen, kann ich nur Softmaker Office empfehlen. Mehr dazu im folgenden Beitrag.
